Zero Waste News: Geplante Obsoleszenz

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Reparatur Café Tempelhof Mariendorf- MURKS? NEIN DANKE! gem.e.V

Schrauben, löten, retten! Das ist das Motto des Reparatur Cafés der Kampagne MURKS? NEIN DANKE!. Hier kannst Du mit fachlicher Unterstützung Deine defekten Haushaltsgegenstände selbst reparieren. Gemeinsam wird fleißig getüftelt, geschraubt und gebastelt, um die Nutzungsdauer von Gebrauchsgütern zu verlängern und dadurch Müll zu vermeiden und Ressourcen zu sparen. Melde Dich vorher an und mach mit!

Der MURKS? NEIN DANKE! e.V. verfolgt den Zweck, Verbraucherinteressen wahrzunehmen, den Verbraucherschutz zu fördern, die Stellung des Verbrauchers in der sozialen Marktwirtschaft zu stärken und zur Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Der Verein setzt sich öffentlich gegenüber Gesellschaft, Politik, Verwaltung und Anbietern für nachhaltige Produktqualität und Produktverantwortung im Sinne einer Ressourcen schonenden Kreislaufgesellschaft ein.





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Geplante Obsoleszenz

Der Begriff ist ein heiß diskutierter. Er beschreibt vor allem den mutwilligen, geplanten Einsatz von schlechten Materialien und baulichen Fehlern, um die Lebensdauer von Produkten aller Art zu verringern. Dabei werden die Hersteller in die Verantwortung genommen. Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist die Glühbirne.

Lebendes Beispiel: 116 Jahre leuchten

Seit dem Jahr 1901 brennt in der Feuerwache in Livermore, California nun schon eine Glühbirne. Das ist ein rekordverdächtiger Wert - eine handelsübliche Glühbirne gibt schon nach einem Jahr den Geist auf. Aber warum dieser große Unterschied in der Lebensdauer, beim gleichen Produkt? Tatsächlich ist die Glühbirne einer der wenigen belegten Fälle von geplanter Obsoleszenz. So einigte man sich 1924 bei einem geheimen Treffen in Genf auf die Reduktion der Lebensdauer von Glühbirnen auf 1000 Stunden. Denn nur ein Produkt, das auch verschleißt, sei gut fürs Geschäft. An der damaligen Absprache sind nahezu alle internationalen Produzenten beteiligt.

Geheime Absprache oder billiges Design?

Heutzutage gibt es vielerlei Produkte, die eine kurze Lebensdauer besitzen und damit unter Verdacht der „geplanten Obsoleszenz“ stehen. Ob sich die Entwickler bewusst Gedanken über eine Verkürzung der Lebensdauer machen, lässt sich schwer nachweisen. Tatsache ist, dass viele Geräte immer billiger werden sollen, damit die Wettbewerbsfähigkeit weiterhin gegeben ist. Günstige Materialien werden eingesetzt, die nicht nachhaltig sind und schnell verschleißen. Die Produktzyklen verkürzen sich, somit bleibt weniger Zeit, um die Produkte möglichst langlebig zu gestalten. Junge Entwickler designen Produkte, ohne überhaupt wichtige Erfahrung über nachhaltiges Design zu haben. Dies sind alles Gründe, die zu einem frühzeitigen Ableben von Produkten führen.

Bedürfnismacher

Neben der „geplanten-“ gibt es auch die „psychische Obsoleszenz“. Die großen Handy-Hersteller beispielsweise bringen alle paar Jahre ein neues Modell auf den Markt und preisen es medial so geschickt an, dass der Konsument das alte Modell gerne eintauscht. Obgleich das Neue nur geringfügig hochwertiger ist, entscheidet das Prestige über den Kauf.

Die Rahmenbedingungen stehen also schlecht für hochwertige Produkte. Dennoch gibt es diese in jedem Bereich, auch für Waschmaschine & Co., dafür müssen Konsumenten allerdings entsprechende Preise in Kauf nehmen. Um dem Verschleiß bei Produkten entgegenzuwirken, bedarf es konkreter Verbrauchersensibilisierung hinsichtlich der Qualität von Produkten und einen Bewusstseinswandel hin zu nachhaltigem Konsum. Die Verhaltensänderung muss sowohl beim Verbraucher als auch beim Hersteller stattfinden, nur so können durch langlebige Produkte Ressourcen geschont und Energie eingespart werden.

 





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Schrauben, löten, retten! Das ist das Motto des Reparatur Cafés der Kampagne MURKS? NEIN DANKE!. Hier kannst Du mit fachlicher Unterstützung Deine defekten Haushaltsgegenstände selbst reparieren. Gemeinsam wird fleißig getüftelt, geschraubt und gebastelt, um die Nutzungsdauer von Gebrauchsgütern zu verlängern und dadurch Müll zu vermeiden und Ressourcen zu sparen. Melde Dich vorher an und mach mit!

Der MURKS? NEIN DANKE! e.V. verfolgt den Zweck, Verbraucherinteressen wahrzunehmen, den Verbraucherschutz zu fördern, die Stellung des Verbrauchers in der sozialen Marktwirtschaft zu stärken und zur Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Der Verein setzt sich öffentlich gegenüber Gesellschaft, Politik, Verwaltung und Anbietern für nachhaltige Produktqualität und Produktverantwortung im Sinne einer Ressourcen schonenden Kreislaufgesellschaft ein.





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